Tag 50 bis 52 – Barranco, Limas buntes Herz zwischen Villen und Street Art

Lima! Eine gigantische Stadt, in der der Verkehr so chaotisch ist, dass man schon vom Zusehen graue Haare kriegen könnte. Wir haben uns deshalb gar nicht erst lange überlegt und direkt ein Uber vom Busbahnhof genommen – es war ohnehin schon spät und dunkel, und ehrlich gesagt wollten wir einfach nur heil bei unserer Unterkunft ankommen. Die war dann auch ziemlich cool: eine kleine 1-Zimmer-Wohnung im 18. Stock, mit einer Aussicht, die nachts richtig gefunkelt hat. All die Lichter der Großstadt – wow! Einziger Haken: im Badezimmer hat uns der Schimmel freundlich gewunken. ☹ Nicht ganz so romantisch.

Am nächsten Morgen stand dann endlich ein „klassischer Urlaubstag“ auf dem Programm: Frühstück suchen, satt werden und dann gemütlich durch unser Viertel schlendern. Wir waren in Barranco, dem legendären Künstlerviertel von Lima. Früher war Barranco das schicke Sommer- und Badeparadies der reichen Limeños, heute ist es so etwas wie der hippe, kreative Herzschlag der Stadt. Zwischen Palmen, Parks und kleinen Cafés reihen sich alte Villen im republikanischen Stil, bunt angemalt und teilweise liebevoll restauriert. Und mittendrin: Straßenkunst ohne Ende. Ganze Hauswände sind hier die Leinwand. Von riesigen Murals bis zu kleinen, witzigen Graffitis – man läuft quasi durch eine Open-Air-Galerie.

Ich war richtig überrascht, wie lebendig und frisch das Viertel wirkt. Bunt, kreativ, entspannt – ganz anders als das hektische Bild, das man sonst von Lima im Kopf hat. Wir sind ziellos durch die Straßen getingelt, mal in einen Laden rein, mal einen Tee getrunken, dann wieder was Kleines gegessen. Zeit spielte plötzlich keine Rolle mehr.

Besonders cool fand ich den Kontrast: diese alten, teils leicht bröckelnden Herrenhäuser neben moderner Street Art. Kein Wunder, dass hier so viele Künstler, Musiker und Freigeister wohnen.

Und ja, am Ende des Tages muss ich gestehen: Barranco hat mich echt überzeugt. Vom Rest von Lima kann ich euch allerdings nichts erzählen – den haben wir nicht gesehen. Am nächsten Morgen sind wir schon wieder früh am Busbahnhof gewesen und Richtung Paracas aufgebrochen.

Bunte Grüße aus Barranco,
Andi

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