Tag 32 bis 42 – Unsere Reise nach Peru und das Fischerdorf Huanchaco

An Tag 32 unserer Reise ging es am späten Nachmittag für uns zum Flughafen von Bocas del Toro. Hier startete unsere zwei-tägige Reise nach Huanchaco in Peru. Und bereits 5 Taxisfahrten, 3 Flüge und eine zehn-stündige Busfahrt später sind wir in den kleinen Örtchen Huanchaco an der Pazifikküste Perus abgekommen. Es ist natürlich nicht gerade schön so lange unterwegs zu sein, aber es war ok. Die lange Busfahrt haben wir in einem Nachtbus auf sehr guten Plätzen verbracht. Die Sitze waren schon eher Sessel und man konnte die Lehne fast komplett umklappen. Ich denke solche Nachtbusse werden hier in Peru unsere bevorzugte Reisemöglichkeit werden.

Ziemlicher Schock für uns war der Temperaturunterschied zwischen Panama und Peru. Hier sind tagsüber gerade mal 18-20°C, also holten wir erstmal unsere dicken Pullover raus. Hoffentlich gewöhnen wir uns noch ein wenig an die kühleren Temperaturen.

Wir haben ein Hostel gebucht, dass ganz oft empfohlen wurde zum Entspannen, Yoga machen und Surfen. Außerdem wollten wir mal wieder unter Leute. Viele Sitzbereiche und die Gemeinschaftsküche laden zum quatschen ein, allerdings geht das leider nie über bisschen Smalltalk hinaus. Und manchmal muss man sich leider auch anstellen zum Kochen. So richtig für Hostels gemacht, sind wir dann wohl doch nicht 😄. Dafür kann Carina die morgendlichen Yoga-Stunden genießen!

Huanchaco ist als Fischerort bekannt, denn bis heute fahren die Fischer mit den traditionellen „Caballitos de Totora“, kleinen Booten aus Schilf, auf das Meer hinaus. Und weil sie in den Booten stehen und paddeln wird dies als die älteste Form des Surfens angesehen. Wir sind also (zumindest laut den Peruanern) am Geburtsort des Surfens. Klar das wir uns hier auch mal wieder aufs Board trauen wollen.

Das Surfen war auch super cool und hat mit der Unterstützung unseres Lehrers gut geklappt, dafür dass wir seit über einem Jahr nicht mehr auf dem Board standen. In der Bucht sind konstante kleine Wellen, gegen die man nicht so ankämpfen muss. Das Wasser war zwar kalt aber mit dickem Neopren-Anzug und Schuhen ging es sehr gut. Unser Lehrer Juan war ein älterer und sehr erfahrener Surfer. Super nett und auf halb spanisch halb englisch konnten wir uns irgendwie ganz gut verständigen. Es war insgesamt sehr witzig und wir haben noch nie so viele Wellen gesurft.

Außerdem hatten wir uns vorgenommen einen Spanisch Kurs zu besuchen. Unsere rudimentären Sprachkenntnisse machen uns das Leben in Südamerika doch ziemlich schwer. Also ging es zu Manuels Sprachschule, in der gleichzeitig mit uns viele Kinder Englisch lernen. Es war schon witzig zwischen den Schülern zu sitzen und etwas ganz von Anfang an zu lernen. Ich hätte nicht gedacht, dass ich nochmal Verben konjugieren muss. In einer Woche lernt man natürlich die Sprache nicht perfekt aber zumindest unser Vokabular und unsere Aussprache haben sich verbessert. Jetzt heißt es einfach weiter üben!

Neben unseren Aktivitäten haben wir die peruanische Küche entdeckt. Im Gegensatz zu Costa Rica und Panama sind die Preise beim Essen gehen deutlich niedriger. Also gab es zum ersten Mal traditionelles Ceviche, unfassbar leckere Kuchen und das beste Sushi das wir jemals hatten. Nach einer Woche haben wir fast jeden Winkel der kleinen Stadt erkundet und verabschieden uns erstmal vom Pazifik. Denn jetzt geht es hoch hinaus in die Anden!

Viele Grüße aus Peru, Carina

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