Als nächstes ging es für uns nach Sydney. In vielen Großstädten war es bisher überraschend einfach gewesen, eine Unterkunft zu finden – aber diesmal waren wir ja mit dem Auto unterwegs. Und eine zentrale Unterkunft inklusive Parkplatz mitten in Sydney zu finden, stellte sich als echte Geduldsprobe heraus. Drei Nachmittage lang haben wir Vergleichsportale durchforstet, Preise verglichen und zig Optionen verworfen, bis wir schließlich fündig wurden. Unsere Wahl fiel auf das Best Western Plus Stellar Hotel am südlichen Ende des Hyde Parks. Zwar ein Hotel, aber mit kleiner Küche im Zimmer und Tiefgarage – für uns die perfekte Mischung. Die Lage war so zentral, dass wir zwischendurch immer mal wieder zurück konnten, um die Füße hochzulegen und neue Energie zu sammeln.
Nach unserer Ankunft drehten wir erstmal eine Runde durch den Hyde Park und sammelten die ersten Eindrücke dieser riesigen Stadt. Hohe Gebäude, viele Menschen, geschäftiges Treiben – Sydney fühlte sich sofort deutlich größer und hektischer an als Brisbane.
Am nächsten Tag nahmen wir an einer Free Walking Tour teil. Dabei erfuhren wir viel über die Geschichte der Stadt – von den Ursprüngen als britische Strafkolonie bis hin zur modernen Metropole von heute. Natürlich kamen wir auch an vielen bekannten Sehenswürdigkeiten vorbei. Besonders schön fanden wir das historische Queen Victoria Building, ein prachtvolles Einkaufszentrum mit alten Glasdächern, Mosaiken und einer ganz besonderen Atmosphäre. Die Tour endete im Viertel The Rocks, dem ältesten Teil der Stadt, direkt an der Harbour Bridge mit Blick auf das berühmte Opernhaus. Kleine Gassen, alte Sandsteingebäude und klassische Pubs verleihen dem Viertel einen ganz eigenen Charme. Zum Mittag kehrten wir in einen der ältesten Pubs Sydneys ein und ich probierte ein typisch australisches „Parmi“ – ein mit Käse überbackenes Hähnchenschnitzel mit Tomatensauce. Deftig, simpel und ziemlich lecker.
Am Abend spazierten wir durch den Royal Botanic Garden bis zum Mrs Macquarie’s Chair – einem der bekanntesten Aussichtspunkte der Stadt. Von dort hat man einen perfekten Blick über die Bucht, auf das Opernhaus und die Harbour Bridge. Der Sonnenuntergang tauchte die Skyline in warme Farben und für einen Moment fühlte sich die Stadt plötzlich ganz ruhig an.
Am nächsten Tag ging es mit dem Bus – praktischerweise fuhr die Linie 333 fast direkt vor unserer Unterkunft ab – zum berühmten Bondi Beach. Dort schauten wir uns zuerst den Bondi Icebergs Pool an, ein Meerwasserbecken direkt an den Felsen, in dem die Wellen manchmal über den Rand schwappen. Sieht super cool aus, war aber sehr voll und die Liegeflächen bestanden hauptsächlich aus Beton. Also entschieden wir uns lieber für den Strand. Die Sonne schien, eine frische Brise wehte vom Meer und man merkte deutlich, dass wir mittlerweile weiter südlich unterwegs waren – das Wasser war spürbar kühler als im Norden Australiens.
Nachmittags legten wir eine Pause im Hotel ein und gingen später noch ein wenig shoppen. Natürlich versuchten wir auch spontan Tickets für eine Aufführung im Sydney Opera House zu bekommen – leider alles ausverkauft. Vielleicht beim nächsten Besuch.
An unserem letzten vollen Tag schlenderten wir durch Paddy’s Markets in Chinatown – eine riesige Markthalle voller kleiner Stände mit Souvenirs, Kleidung, Lebensmitteln und allem, was man sich vorstellen kann. Wir wurden sogar fündig und nahmen ein paar Erinnerungsstücke mit. Zum Abschluss gab es noch einen Bagel, ein Panino und Erdbeeren mit Schokolade – eine wilde Kombination, aber genau das macht solche Märkte ja aus.
Den restlichen Tag verbrachten wir mit weiterer Reiseplanung. Was von außen oft nach purem Urlaub aussieht, bedeutet hinter den Kulissen eben auch viel Organisation – Unterkünfte suchen, Routen planen, Budgets im Blick behalten.
Insgesamt fanden wir Sydney spannend und beeindruckend – aber auch groß, laut und hektisch. Uns persönlich hat Brisbane als Großstadt besser gefallen, weil es entspannter wirkte. Was wir in Sydney dagegen absolut geliebt haben, war das Essen. Jeden Tag gab es etwas anderes aus einer neuen Küche – besonders die vielen asiatischen Restaurants haben uns begeistert.
Nach so viel Großstadt freuen wir uns jetzt wieder auf ruhigere Orte und setzen unsere Fahrt Richtung Süden fort. Grüße aus dem Großstadtdschungel
Andi